Article published In: Unity and Diversity in West Germanic, II
Edited by Hans Frede Nielsen † and Patrick V. Stiles
[NOWELE 66:2] 2013
► pp. 170–224
Doppelformen von ēn- und ōn-Verben im Althochdeutschen
Published online: 28 June 2013
https://doi.org/10.1075/nowele.66.2.04hei
https://doi.org/10.1075/nowele.66.2.04hei
Bereits die früheste Überlieferung des Althochdeutschen zeigt, dass es schwache Verben gibt, die Flexionsformen nach zwei Paradigmen zeigen. Eine Reihe von althochdeutschen ēn-Verben (Klasse 3) hat Belege, die formal dem Flexionsparadigma der ōn-Verben (Klasse 2) angehören. Im vorliegenden
Beitrag wird diesen synonym nebeneinander stehenden Formen (sog. Doppelformen) in Bezug auf Überlieferung und Vorkommen nachgegangen. Insgesamt lassen sich zwanzig ēn-Verben ermitteln, die mehrfach Doppelformen nach der ōn-Flexion zeigen. Das Fränkische erweist sich dabei als Übergangszone zwischen dem Altsächsischen, das synchron bis auf wenige Ausnahmen keine ēn-Flexion kennt, und dem Oberdeutschen mit vielen ēn-Formen. Untersuchungsgrundlage ist das Gesamtkorpus aller bezeugten ēn-Verben des Althochdeutschen.
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