Article published In: Bochumer Philosophisches Jahrbuch für Antike und Mittelalter: Band 23
Herausgegeben von Manuel Baumbach und Olaf Pluta
[Bochumer Philosophisches Jahrbuch für Antike und Mittelalter 23] 2020
► pp. 100–116
Die Chaldäischen Orakel in Proklos Philosophie
Die chaldäischen Ausdrücke für den Aufstieg der Seele bis zum Einen
Article language: German
Published online: 8 September 2021
https://doi.org/10.1075/bpjam.00057.khu
https://doi.org/10.1075/bpjam.00057.khu
Abstrakt
Proklos gilt als ein bedeutender Systematiker des Neuplatonismus und als ein Bewahrer der platonischen Philosophie. Proklos’ erste Quelle seiner Philosophie ist Platon. Aber seine Philosophie ist nicht nur von Platon beeinflusst. Er versucht die unterschiedlichen Lehren der philosophischen Tradition in Einklang zu bringen, um die Wirkungskraft des platonischen Denkens herauszustellen im Streben nach dem transzendenten Einen.
Das Ziel dieses Artikels ist es, die Bedeutung des Chaldäischen Orakels in der Philosophie des Proklos zu erforschen. Die chaldäischen Ausdrücke in Proklos’ Philosophie beziehen sich auf den seelischen Aufstieg bis zum transzendenten Einen. Eine Analyse der chaldäischen Begriffe im Werk des Proklos lässt eine spezifische Hierarchie erkennen. Die Seele verfolgt einen langen Weg der Rückwendung, bis sie den Kern ihres Wesens erreicht. Im einheitlichen Kern ihres Wesens wird sie mit dem Einen identisch.
Article outline
- Einleitung
- Die Bedeutung der Chaldäischen Orakel in Proklos’ Philosophie
- Die Göttin Hekate, eine Seelenretterin
- Der Aufstieg der Seele
- Anmerkungen
- Author queries
